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Krankenkassen fördern die Selbsthilfe

Die gesetzlichen Krankenkassen und ihre Verbände fördern die gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Deutschland.

Die Förderung gliedert sich in zwei Stränge:
Zum einen in die Gemeinschaftsförderung und zum anderen in die kassenindividuelle Förderung - das gibt Paragraf 20h des Sozialgesetzbuches (SGB) V vor.

70 Prozent der gesetzlich vorgesehenen Fördermittel fließen in die Pauschalförderung, maximal 30 Prozent in die krankenkassenindividuelle Projektförderung. 

  • Die Kassen in Rheinland-Pfalz haben sich zur GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe Rheinland-Pfalz zusammengeschlossen. Vertreter der Selbsthilfe wirken dort beratend mit.
  • In Rheinland-Pfalz hatten die Federführung bis heute übernommen:
    - seit 2012 die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland.
    - 2010 und 2011 die IKK Südwest
    - 2009 die AOK Rheinland-Pfalz
    - 2008 der vdek

Antragsformulare Pauschalförderung 2024

 

Nebenbestimmungen für die Gewährung von Fördermitteln nach § 20h SGB V in Rheinland-Pfalz

 

Umwidmung, Verrechnung, Nachweise 2023

 

Merkblätter zur Pauschalförderung 2024

 

ANTRAGSFRISTEN - BITTE BEACHTEN SIE:

  • Anträge von Selbsthilfegruppen müssen bis spätestens 29. Februar 2024 eingereicht werden,
  • Anträge von Selbsthilfeorganisationen bis spätesten 31. Januar 2024.
  • Die Anträge müssen fristgerecht, vollständig ausgefüllt und unterschrieben im Original eingereicht werden.
  • Anträge bei Gruppenneugründungen sind unterjährig möglich.

 

Anträge auf Pauschalförderung bitte nur hier abgeben:

GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe Rheinland-Pfalz
c/o AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse
Rizzastr. 11
56068 Koblenz

Telefon: 0261 3904-240
E-Mail: gisela.stichler@rps.aok.de

Projektförderung

Unter Projektförderung versteht man „die gezielte, zeitlich begrenzte Förderung einzelner, abgegrenzter Vorhaben und Aktionen von Selbsthilfegruppen“. Das heißt, Krankenkassen können zu bestimmten Themenstellungen gezielt Projekte einzelner Selbsthilfegruppen fördern.
 
Wenn Sie einen Teil der nachfolgenden Fragen mit Ja beantworten, können Sie davon ausgehen, dass es sich bei Ihrem geplanten Vorhaben um ein Projekt handelt:

  • Handelt es sich um ein einzelnes, inhaltlich abgegrenztes Vorhaben?
  • Planen Sie ein Vorhaben mit bestimmtem Anfang und Ende?
  • Geht das Vorhaben über Ihre tägliche Selbsthilfearbeit hinaus?
  • Zielt Ihr Vorhaben auf etwas Neuartiges ab?
  • Birgt das Vorhaben Risiken? Zum Beispiel, weil Termine eingehalten werden müssen, größere Investitionen erforderlich sind oder weil die Vereinsorganisation nachhaltig betroffen ist.
  • Benötigen Sie externe Fachleute für die Durchführung des Vorhabens?

Projekte sind zum Beispiel:

  • Erstellung neuer Veröffentlichungen
  • Durchführung von Seminaren zu bestimmten Themen wie zum Beispiel Atemtraining (Raummiete, Einladungen, Qualifizierungsmaßnahmen der SeminarleiterInnen etc.)
  • Projekte mit Partnern (Gemeinden, Schulen, Kindertagesstätten, Gesundheitspartner, Betriebsärzte etc.)
  • Erstellung von Ausstellungsmaterialen für die Öffentlichkeitsarbeit der Gruppe
  • Digitalisierung von Medien
  • Aufbau einer Homepage

Anträge auf Projektförderung können grundsätzlich bei jeder gesetzlichen Krankenkasse eingereicht werden. Hier gibt es kein Ein-Ansprechpartner-Modell. Daher nennt man die Projektförderung auch kassenindividuelle Förderung.

Projektanträge sind ganzjährig möglich (Ausnahmen möglich). Es empfiehlt sich, die Anträge so früh wie möglich zu stellen, weil Sie sonst Gefahr laufen, dass alle Mittel bereits verausgabt sind.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht, welche Krankenkassen in Rheinland-Pfalz kassenindividuell fördern und welche nicht und ob bestimmte Voraussetzungen an eine Förderung geknüpft sind.

Kurzübersicht Kassenindividuelle (Projekt-) Förderung nach §20 h SGB V

Hier finden Sie Anträge zur Projektförderung für Gruppen und Organisationen: